La familia beim Drachenbootrennen
Am Samstag stellten sich 10 kühne Gesellen einem gewagten Abenteuer: Wir hatte uns in Großkayna zum Drachenbootrennen angemeldet. Was so einfach klang stellte sich bald als große Herausforderung dar. Nach einer abenteuerlichen Hinfahrt mit Balle, Nico und el Presidente, welche ihren Pferden unter der Haube die Sporen gaben, hatten die Insassen die Erwärmung quasi abgeschlossen- der Angstschweiß stand uns auf der Stirn.
Am Ort des Geschehens angekommen stellten wir fest, dass die anderen Teams das Rennen recht ernst nahmen und scheinbar dafür trainiert hatten. Wir nicht. Wieso auch… Zum Glück betrugen die Temperaturen angenehme, gefühlte -10°C im starken Wind- wir froren wie die Wüstenbewohner auf dem Himalaya. Das kommt davon, wenn man das ganze Jahr nur in der Sporthalle trainiert.
Kurz nach der Ankunft ging es los: niemand von uns hatte einen Probedurchlauf absolviert oder gar einmal ein solches Wassergefährt aus der Nähe gesehen. Klang ja auch einfach: 1 Boot, viele Leute und paddeln. Doch unser Ausflug in Neptun’s Reich gestaltete sich schon beim Entern des „Kahns“ schwierig. Gewichtsunterschiede, Ertrinkensängste und die fürchterliche Kälte von uns, T-Shirt tragenden Sportlern, sorgten für düstere Aussichten. Aber irgendetwas hatten wir vergessen. Aber was????? Alle anderen Boote hatten so lange Stäbe mit Schaufeln an Board……na klar - wir brauchen die Dinger zum Rudern. Hop-hop schnell geholt und schon konnte es also endlich los gehen.
Die Fahrt an den Start sorgte für die ersten Wassereinbrüche, aber zum Glück war wenigstens das Wasser warm. Dann ging es los: 3 Boote- ein Sieger! Der kam allerdings nicht aus Halle. Aber der 3. Platz war uns sicher. Immerhin. Auf dem Weg zum Ufer lieferten sich die Bootsinsassen dann eine heitere Wasserschlacht und nur dank der strikten Erbeerkuchendiät unseres Präsidenten konnten wir uns, trotz halbvollen Bootes, über Wasser halten.
Am rettenden Ufer angekommen feierten wir unseren dritten Platz dann mit einer heissen Stripteaseparty. Ab da konnten diverse Bootsinsassen die Außentemperatur auch in cm angeben…
Nach dem Ausziehen der nassen Sachen gingen wir den Aktivitäten nach, die wir bestens beherrschten: Essen und für gute Laune Sorgen. Doch kaum lang das Steak geschmeidig in der Hand kam schon der Pfiff: auf zur Hoffnungsrunde.
Die nächste Runde gingen wir gelassener an. Schließlich waren die Klamotten schon nass- was sollte noch passieren. Doch leider belegten wir auch hier nur einen, hart erkämpften, 3. Platz… von 3. Wieder schaufelten wir mehr Wasser in das Boot als nötig war, statt das Boot voran zu treiben. Naja.
Nach unserer schmählichen Niederlage wärmten wir uns mit einer intensiven Handtuchschlacht im Trockenzelt auf. Verschiedene Striemen werden wohl noch ein paar Tage bleiben. Trotzdem werden wir nächstes Jahr wieder kommen und sicher auch besser abschneiden.
Auf der Rückfahrt hielten wir wieder bei unserer Lieblingsburgerkette und hinterließen ein Bild, das jeder kennt, der mal ‚Asterix erobert Rom‘ gesehen hat und sich noch an die Restaurantbesuch von Obelix erinnern kann. Liebe Lieblingsburgerkette: nachdem wir die letzten 2 Jahre deutschlandweit für übermäßige Konjunktur sorgten nun noch einmal die Frage: Wann werdet ihr endlich unser Hauptsponsor??
Viva la familia









































